Praktizierter Satanismus: Anita Blasberg, Kerstin Kohlenberg, Sabine Rückert, Dr. Rainer Esser, Christian Röpke, Zeit-Online am Beispiel „Ein Kranker wird Held“

Offener Brief an Anita Blasberg, Kerstin Kohlenberg, Sabine Rückert, Dr. Rainer Esser und Christian Röpke, Zeit-Online

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Zunächst möchte ich zu Ihrem unglaublichen Schmierenartikel „Ein Kranker wird Held“ vom 14.12.2012  einige Anmerkungen machen:

Bereits die Überschrift verkündet:

„Ein Kranker wird Held“

Damit wird erstens im Kontext behauptet, dass Gustl Mollath krank sei, was nach Lage der Dinge keineswegs als sicher anzusehen ist: Ihm werden Straftaten vorgeworfen, deren Begehung ihm nicht bewiesen werden konnte, die von ihm stets bestritten wurden, denen zudem sehr stark der Geruch konstruierter und inszenierter Falschbelastungen anhaftet, siehe u.a.:

Zum Vorwurf des Würgens u.a.

Zum Vorwurf der Freiheitsberaubung

Zum Vorwurf der Reifenstechereien

Auch ansonsten haben Sie absolut nicht zu bieten, was eine Krankheit des Gustl Mollath stichhaltig belegen würde, wie sich, wenn man den Kontext kennt, selbst aus Ihrem Artikel ergibt.

So zitieren Sie auf Seite 1 Ihres Artikels die in Argumentationsnöte geratene bayerische Justizministerin Dr. Beate Merk, CSU,  die auch so gern erklärt, Gustl Mollath sei krank, und das dann gegenüber Ihnen so begründet:

(Zeit-Online, „Ein Kranker wird Held“, S 1.)

Nun ringt die Justizministerin nach Worten. Die Psychiater hätten ihr versichert, Mollaths Wahn sei nicht auf kriminelle Geschäfte der HypoVereinsbank beschränkt: »Er ist überzeugt davon, dass eine Verschwörung existiert, die zu bürgerkriegsähnlichen Zuständen führen könne. Das hat nichts mehr mit einem realen Kern zu tun.«

Das soll nichts mehr mit einem realen Kern zu tun haben? Dann müsste der ehemalige FAZ-Redakteur Udo Ulfkotte auch wahnsinnig sein, denn in seinem Buch „Vorsicht Bürgerkrieg!“ geht es um nichts anderes als um das, was Mollath insofern behauptet. Auch der nicht gerade unbekannte Journalist Jürgen Roth müsste dann wahnsinnig sein, denn bereits die Titel diverser seiner Bücher lassen erkennen, dass er kriminelle Verschwörungen in großem Stil behauptet, bei denen Politik, Justiz und Kapital verflochten sind („Der Deutschland Clan“, „Anklage unerwünscht“). Siehe zu alldem (Bild anklicken zum Vergrößern):

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Sie schreiben weiterhin:

(Zeit-Online, „Ein Kranker wird Held“,  S. 2)

Das Landgericht Nürnberg hielt Mollath für gefährlich. Die Richter sahen es als erwiesen an, dass er seine Frau Petra am 12. August 2001 ohne Anlass mit beiden Fäusten heftig traktiert, kräftig in den Arm gebissen und bis zur Bewusstlosigkeit gewürgt hatte. Auf die am Boden Liegende habe er mit Füßen eingetreten. Petra Mollath hatte zwei Tage später eine Ärztin aufgesucht und sich die Verletzungen attestieren lassen: Prellmarken und Hämatome am ganzen Körper, große Unterblutungen an beiden Oberarmen, Würgemale unterhalb des Kehlkopfs und eine Bisswunde am Ellbogen mit Abdruck des Ober- und Unterkiefers. Die Ärztin wurde in der Hauptverhandlung allerdings nie als Zeugin gehört.

Auch hier stellen Sie Behauptungen auf, die nicht haltbar sind. Woher wollen Sie es wissen, ob das Landgericht Nürnberg Mollath für gefährlich hielt? Anders gefragt: Wie wollen Sie es ausschließen, dass das Landgericht Nürnberg Mollath nicht für gefährlich hielt, sondern ihn wider besseres Wissen als gefährlich abstempelte um ihn wegsperren zu können?

Immerhin weisen Urteil und Gutachten nach dezidierten Darlegungen von renommierten Experten (u.a.: Strafrechtsprofessor Ernst Henning Müller, Uni Regensburg, Oberstaatsanwältin i.R. Gabriele Wolff, Psychiater Dr. med. Friedrich Weinberger, Dr. med. Maria Fick, Menschenrechtsbeauftragte der bayerischen Landesärztekammer) so erhebliche Fehler und Ungereimtheiten auf, dass man an ein Versehen gar nicht mehr glauben kann, dass man bereits von der Absicht ausgehen muss, Mollath unter allen Umständen wegzusperren!

Das selbe gilt für Ihre Behauptung, die Richter hätten es als erwiesen angesehen, dass Mollath seine Frau mit beiden Fäusten traktiert, gebissen und gewürgt habe: Wie wollen Sie es ausschließen, dass die Richter die groben Unstimmigkeiten der Beschuldigungen und die groben Widersprüche der Zeugin nicht erkannt hatten, dass den Richtern nicht klar gewesen war, dass die Zeugin log? Selbst aus dem Urteil selbst geht hervor, dass die Beschuldigungen fantastisch waren, denn nach dem Wortlaut im Urteil müsste die Zeugin es im Zustand der Bewusstlosigkeit wahrgenommen haben, dass sie getreten wurde!

Offenbar geht es Ihnen fern der Tatsachen darum, jedenfalls eines zu bestreiten: Dass das Landgericht Nürnberg absichtlich einen Gesunden wegsperrte, um ihn aus politischen Gründen kalt zu stellen!

Sie schreiben weiterhin:

(Zeit-Online, „Ein Kranker wird Held“, S. 2)

Mollath bestreitet heute, seine Frau je misshandelt zu haben. Im Strafprozess hatte er die Körperverletzung nicht abgestritten, sondern lediglich erklärt, er habe sich gegen seine Frau gewehrt. Der Mollath-Unterstützer Schlötterer, der an ein Komplott glaubt, zieht das ärztliche Attest in Zweifel: Es sei erst ein knappes Jahr nach dem behaupteten Angriff ausgestellt worden.

Dazu ist zu sagen, dass Mollath die ihm vorgeworfenen Misshandlungen IMMER bestritten hat, auch schon während des Verfahrens. Eingeräumt – damals wie heute – hat er lediglich, dass er sich einmal zu reiner Abwehr gezwungen gesehen habe, als seine Frau auf ihn eingeschlagen habe. Das ist wohl eher ein Hinweis auf seine Ehrlichkeit: Er hätte ja das auch unterschlagen können.

Im Übrigen weist das Attest eine Menge an Mängeln auf: Die Untersuchung war angeblich von dem blutigen Anfänger der Allgemeinmedizin, Dr. Markus Reichel, zu dem Zeitpunkt nicht einmal Facharzt der Allgemeinmedizin, vorgenommen worden, das Attest trug die Unterschrift seiner Mutter, der Dr. Madleine Reichel. Zudem war Dr. Markus in zwei Punkten definitiv nicht kompetent zur Feststellung dessen, was das Attest behauptet: So fehlten ihm u.a. die rechtsmedizinischen Kenntnisse, um ein Hämatom am Hals als Würgemal erkennen zu können, und es fehlten ihm auch die aussagenpsychologischen Fähigkeiten, um die Glaubwürdigkeit der Patientin auf den Prüfstand zu stellen. Dass die angeblich bis zur Bewusstlosigkeit gewürgte Ehefrau anschließend noch rund ein dreiviertel Jahr mit dem Mann unter einem Dach lebte, der sie gewürgt haben soll, sagt schon alles.

Sie schreiben weiterhin:

(Zeit-Online, „Ein Kranker wird Held“, S. 3)

Das Landgericht Nürnberg hielt es schon 2006 für möglich, dass es durchaus zu den von Mollath angeprangerten Schwarzgeldmachenschaften gekommen war. Die Richter schrieben: »Mag sein, dass es die Schwarzgeldverschiebungen von verschiedenen Banken in die Schweiz gegeben hat, bzw. noch gibt, wahnhaft ist, dass der Angeklagte fast alle Personen, die mit ihm zu tun haben, völlig undifferenziert mit diesem Skandal in Verbindung bringt und alle erdenklichen Beschuldigungen gegen diese Personen äußert.« Nicht das behauptete Schwarzgeld ist für die Richter also Beweis für die Geisteskrankheit des Gustl Mollath, sondern die wahnhafte Verstrickung aller möglichen Leute.

Hier wird schlichtweg gelogen: Mollath hat nicht alle möglichen Leute der Schwarzgeldverschiebungen verdächtigt, sondern, abgesehen von denen, die er angezeigt hatte, nur eine einzige!

Sie schreiben weiterhin:

(Zeit-Online, „Ein Kranker wird Held“, S. 3)

Sollten sich sämtliche – auch später – mit Mollath befasste Sachverständigen irren oder aus bösem Willen zu ihren Ergebnissen gekommen sein? Der Psychiater Leipziger hat seine Ansicht über diesen Patienten auch in den Jahren, die Mollath nun in seiner Klinik sitzt, nicht geändert. Sein Gutachten beschreibt einen geistig schwer Gestörten, der unzählige Schriftsätze in alle Welt schickt. Unter anderem an den Papst und den UN-Generalsekretär. Auch an die Klinik schrieb er: »Ihre skandalösen Vollisolationseinzelerzwingungshaftbedingungen mit psychischer Folter und Nahrung, die nachweislich zu Körperverletzung führt, konnte und werde ich nicht zu mir nehmen.« Er habe beschlossen, sich dem »UnrechtSStaat« zu widersetzen.

Das ist schon perfide: Sie machen Mollath zu einem geistig schwer Gestörten, ohne auch nur ein einziges taugliches Argument für diese Wertung zu bieten. Was erwarten Sie von einem Menschen, der sich nichts hat zu Schulden kommen lassen und an den Rechtsstaat glaubt, wenn ihm jedes Gehör verweigert und er stattdessen in die Psychiatrie gesteckt wird, nachdem er krumme Geschäfte angezeigt hat? An wen hätte Mollath sich denn sonst wenden sollen, wenn nicht an alle, die er noch für moralische Instanzen hielt? Etwa an Zeit-Online???

Dass er sich gegen Isolationshaftbedingungen wandte – soll das ein Zeichen von schwerer geistiger Störung sein? Oder dass er als eingefleischter Naturkostesser gegen den Kantinenfraß der Psychiatrie aufbegehrte? Ich kann hier nur feststellen, dass Kritiker wie Psychiater Dr. Friedrich Weinberger, Psychologe Dr. Rudolf Sponsel und Richter i.R. Rudolf Heindl schlichtweg Recht haben müssen, wenn sie im Prinzip sagen, im Falle Mollath seien zumindest situativ verständliche Verhaltensweisen aufgebauscht worden, um das Bild eines Kranken zu erzeugen, und mit solchem Vorgehen könne man jeden für verrückt erklären, den man für verrückt erklären wolle.

Sie schreiben ferner:

(Zeit-Online, „Ein Kranker wird Held“, S. 3)

Der Bayreuther Chefarzt sitzt erschöpft in einem Münchner Café. Wenn es in dieser Geschichte außer der Justizministerin einen Bösewicht gibt, dann ist er das: Klaus Leipziger. Ein Jurist verklagte ihn wegen »Freiheitsberaubung«. Die Menschenrechtsbeauftragte der Bayerischen Landesärztekammer warf ihm nach einem Besuch bei Mollath öffentlich vor, »Gefälligkeitsgutachten« erstattet zu haben. »Das ist üble Nachrede«, sagt Leipziger, deshalb hat er die Frau jetzt angezeigt. Leipzigers Lage ist undankbar: Einerseits will er sich gegen die Unterstellungen wehren. Andererseits ist er als Mollaths behandelnder Arzt an die Schweigepflicht gebunden, deshalb sagt er nur: »Bei Patienten mit wahnhaften Störungen findet sich im Wahn häufig ein wahrer Kern.«

Ich schließe mich der Behauptung der Dr. Maria E. Fick an und setze noch eins drauf: Dr. Leipziger ist ein Systemkrimineller, der zudem geisteskrank / pervers sein muss – denn ansonsten würde er an der Stelle gar nicht im Sinne des Systems funktionieren können. Ich könnte jedenfalls nicht mehr schlafen, wenn ich das auf dem Gewissen hätte, was Dr. Leipziger im Falle Mollaths auf dem Gewissen hat, und das wird wohl kaum das Einzige sein, was Dr. Leipziger auf dem Gewissen hat.

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Sie schreiben weiterhin:

(Zeit-Online, „Ein Kranker wird Held“, S. 4)

Florian Streibl von den Freien Wählern hat den Hamburger Rechtsanwalt Gerhard Strate akquiriert. Der hat Gustl Mollath in der Psychiatrie besucht, drei Vollmachten hatte er dabei – Mollath hat nicht unterschrieben. Dabei hätte Strate nicht einmal Geld verlangt. Will Mollath etwa gar keine Wiederaufnahme? Hat er sich in der Rolle des Märtyrers der bayerischen Strafjustiz eingerichtet?

Das ist erstens eine Lüge – schon zum Zeitpunkt der Veröffentlichung Ihres Artikels war klar, dass Mollath den Dr. Strate mandatiert hatte, und er bot auch eine sehr überzeugende Begründung dafür, dass er sich nicht sofort dazu entschieden hatte: Er hatte erst mit der Rechtsanwältin Dr. Erika Löblein reden wollen, die sich seit Jahren vorbildlich für Mollath einsetzt und die er deshalb nicht hatte hintergehen wollen, siehe:

http://www.sueddeutsche.de/bayern/verteidiger-im-wiederaufnahmeverfahren-rechtsanwalt-strate-vertritt-gustl-mollath-1.1555167

Den absoluten Hammer bieten Sie mit dem letzten Satz: „Will Mollath etwa gar keine Wiederaufnahme? Hat er sich in der Rolle des Märtyrers der bayerischen Strafjustiz eingerichtet?“

Das ist nicht mehr sehr fern von den Behauptungen anonym im Internet auftretender Nazis, die Juden seien ja heilfroh gewesen, dass sie in den KZ so gut versorgt und geschützt gewesen seien. Offenbar sind Sie, Anita Blasberg, Kerstin Kohlenberg, Sabine Rückert, Dr. Rainer Esser und Christian Röpke diejenigen, die geistig schwer gestört sein müssen.

Hier noch ein Link zu einer weiteren Kritik an Ihrem teuflischen Schmierenartikel:

http://www.whistleblower-net.de/blog/2013/01/16/erwiderung-zum-artikel-ein-kranker-wird-held-in-der-zeit-nr-51-vom-13-12-2012/

Dipl.-Kfm. Winfried Sobottka, UNITED ANARCHISTS

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2 Gedanken zu „Praktizierter Satanismus: Anita Blasberg, Kerstin Kohlenberg, Sabine Rückert, Dr. Rainer Esser, Christian Röpke, Zeit-Online am Beispiel „Ein Kranker wird Held“

  1. Waaaaaaahnsinnnnt
    Tsusend Dank für ihren Einsatz, Herr Sobottka.

    Ich lese Zeit online fast regelmäßig ….
    Diesen Artikel von der Schmierenvereinigung um Anita Blasberg habe ich nicht gelesen, sonst hätte ich diese haltlosen Müll kommentiert….
    Sie haben Recht… Nazitum scheint nahe bei solchen Journalisten !
    Diese Leute müssten eine Anklage wegen Rufmord bekommen. Das allermindeste ist der sofortige Rauswurf aus der Redaktion

    • Sie müssen sich vor allem bei denen bedanken, die dafür sorgen, dass entsprechende Artikel und Bilder dort in den Suchmaschinen auftauchen, wo sie auch gesehen werden, bei einer größeren Anzahl verdeckt agierender freigeistiger Internetkräfte, die auch zu den Zielen von UNITED ANARCHISTS stehen.

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