Email an Hercule

Es geht bald richtig weiter – u.a. im Mordfall Nadine Ostrowski. Wer Argumente einfließen lassen möchte, ist herzlich eingeladen, es hier zu tun – per Kommentar zu diesem Artikel, z.B.
An:
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Lieber Monsieur Hercule,die Polizei hatte lauthals verkündet, sie habe keine Spuren gefunden – weshalb sie ja auch Zigarettenschachteln in einem angrenzenden Wald suchten (nachweislich) und – Hosianna und Halleluja  – instinktsicher einen  Lichtschalter ausbauten.

Lieber Monsieur Hercule, aus einem Skriptum über „Tatortkunde“ stammt der Satz:

„Durchaus ist auch das Fehlen von Spuren von Bedeutung, wenn gewissenhaft
nach Spuren gesucht und trotzdem nichts gefunden wurde.“

Gehen wir einmal davon aus, dass gewissenhaft gesucht wurde. Dennoch fand man an der Leiche keine Spuren.

Hätte Philip oder irgendwer sonst sie „ganz normal“ von hinten gedrosselt, noch dazu in einem 1 qm großen Gäste-WC:

GAESTE-WC-2

 

dann hätte man jedenfalls Mikrospuren in Form von Faserspuren an der Leiche, vor allem hinten an ihrem Nachthemd, finden müssen, wie das folgende Video vom LKA Bayern (< 13 Min) unzweifelhaft zu verstehen gibt:

Das deckt sich auch mit Aussagen, die ich von diversen Spurenexperten verschiedener LKA bekommen konnte: Wenn man jemanden im Körperkontakt drosselt, dann ist die Übertragung von Mikrospuren nicht vermeidbar, wenn man keinen Spuren-Schutzanzug trägt.

Im Übrigen hatte Nadine selbst dann  6 bis 10 Sekunden bis zum Bewusstseinsverlust, wenn man unterstellt, dass die Halsarterien sofort abgeschnürt worden wären. Das war aber nicht einmal der Fall: Es war ja zu Stauungsblutungen gekommen, d.h., zunächst waren nur die Halsvenen, nicht aber die Halsarterien abgeschnürt.

Monsieur Hercule,  da Nadine mindestens 6 Sekunden Zeit hatte, noch etwas zu unternehmen, ist es da nicht seltsam, dass sie keine Abwehrverletzungen betreffend das Drosseln hatte, dass zudem die Drosselmarke nicht einmal minimal verrutschte?  Dabei wäre es schon ein Wunder, wenn Philip ihren Hals sauber in die Schlinge bekommen hätte: Da sie doch angeblich dabei gewesen sei, eine Wunde am Kopf zu versorgen, muss sie doch ihre Hände an ihrem Gesicht gehabt haben – aber dann wäre es gar nicht möglich gewesen, ihr eine Schlinge um den Hals zu legen, ohne die Schlinge zugleich um ihre Unterarme zu legen! Damit wäre es unmöglich gewesen, sie zu erdrosseln!

Jedenfalls: Wenn Sie das Video anschauen, dann wird Ihnen klar, was es heißt, dass man an Nadine keine fremden Mikrospuren fand: Sie wurde nicht in direktem Körperkontakt gedrosselt, sondern war in eine Folie gewickelt, die die Übertragung von Spuren verhinderte! Oder sehen Sie eine Alternative?

LG

Winfried Sobottka

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