FDP sorgt für ultra-kapitalistische Bundesregierung

Wer noch nie Monopoly gespielt hat, weiß nicht, wie Marktwirtschaft funktioniert

Marktwirtschaft funktioniert ganz einfach, salopp gesagt: Alle rennen hinter dem Geld her, jeder versucht, so viel Kohle zu machen wie möglich.

Dabei hat es sich schon sehr früh, bereits in der Antike, herausgestellt, dass man – abgesehen von heutigen Spitzenstars in Sport und Unterhaltung – nur dann reich werden kann, wenn man andere oder Kapital für sich arbeiten lässt.

Letztendliches Ziel strategischer Gewinnmaximierung ist logischerweise die Erlangung des vollständigen Eigentums über den Planeten Erde, analog zum Besitz aller Grundstücke und Häuser im Spiel „Monopoly“.

Und hier haben wir schon eine für alle nachvollziehbare Gemeinsamkeit: Wie soll man, ob im Spiel oder in der Realität, jemanden zwingen, sein Grundstück zu verkaufen, wenn er es eigentlich nicht verkaufen will?

Echte Kriegsgewinnler wissen das: Wenn Menschen in Not sind, verkaufen sie ihr Hab und Gut auch für Appel und Ei, und so ist es auch beim Monopoly: Kann man eine Miete auf einem fremden Grundstück nicht mehr zahlen, muss man Häuser oder Grundstücke verkaufen, und zwar für Appel und Ei an die Bank. So mancher von Banken und Sparkassen zum Häuslebau motivierter Häuslebauer hätte das Spiel Monopoly ernst nehmen sollen.

Aus diesem Grund ist es den Kapitalisten auch ein Dorn im Auge, dass Nullzinsen und Eurobonds-Ankauf zahlreiche Privatpleiten und Staatspleiten verhindern – die Kapitalisten brauchen nicht nur Geld, sondern auch die Not der anderen, um sich alles unter den Nagel reißen zu können.

Die FDP hat durchgesetzt, dass die Reichen nicht mit höheren Steuern belastet werden. Davon profitieren die Reichen doppelt: Ihre Einkommen werden nicht geschmälert, und die zu erwartenden hohen Kosten durch Energieverteuerung, „Staatsmodernisierung“ und ökologischen Umbau werden anderen angelastet – was im Fall von Hartz IV ja schon läuft: 3 Euro pro Monat Erhöhung ab 2022, bei einer Preissteigerungsrate von 4% müsste der Hartz-IV Satz um 14,84 Euro steigen, um wenigstens die Inflation auszugleichen. Hartzu IV wird also gekürzt.

Dass der Staat nun – Dank FDP, aber geschluckt von SPD und Grünen, 4 Jahre die Schuldenbremse im Nacken hat, während er in ungeheurem Maße investieren will und muss, kann nur Schlimmes für die Empfänger von Sozialgeld und Renten bedeuten. Dass Rentenkürzungen ausgeschlossen sein sollen, heißt in Zeiten zunehmender Inflation nämlich nichts, weil die Inflation selbst für Kürzungen sorgt, wenn nicht hinreichend angepasst wird. Und wie „angepasst“ wird, zeigt sich ja bei Hartz-IV….

Auch der Mindestlohn ist solange eine Mogelpackung, wie nicht gesetztlich bestimmt ist, dass er jeweils an die Preissteigerungsrate angepasst wird. Und davon ist keine Rede, während die Ampel-Spitzen sich gegenseitig anlächeln.

Und das Bürgergeld? Schöner Name für staatliches Gnadenbrot – denn etwas anderes kann ja gar nicht herauskommen, wenn die Reichen nicht stärker belastet und Schulden nicht aufgenommen werden.

Mit 11,5 % der Zweitstimmen haben die Kapitalisten ihre Marschrichtung durchgesetzt – man muss schon sehr naiv sein, will man glauben, dass Scholz, Baerbock und Habeck damit innerliche Probleme haben.

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