Der Tod eines Poppers: Ekelhafte Nachrufe auf Guido Westerwelle / z.K. Hans-Dietrich Genscher

Ladies and Gentlemen,

in den 70-ger Jahren, man kann sich das heute kaum vorstellen, gab es politisch linke Jusos und sogar eine politisch noch weiter links angesiedelte F.D.P.-Nachwuchsorganisation, die „Judos“, die „Jungdemokraten“.

Dem musste aus Sicht des Großkapitals unbedingt Abhilfe geschaffen werden! Nachdem man den sozialen Friedenspolitiker Willy Brandt gemeinsam mit dem BND aus dem Amte intrigiert und durch den Kapitalistenfreund Schmidt ersetzt hatte, beschloss man, künftige Risiken auszuschließen. Dazu musste man alle Parteien in den Griff bekommen, wobei das Rezept einfach war: Wer dem Großkapital dienlich sein wollte, wurde geschmiert und durch die Medien hoch gelobt,  erhielt jede mögliche Protektion, alle anderen wurden blockiert, wo man es konnte, und von den Medien ignoriert oder gar verteufelt.

Zeitgleich dazu kam eine neue Jugendbewegung in Deutschland auf:  Geschniegelt und gestriegelt, intellektuell total anspruchslos, politisch an das Establishment angepasst, mittellange Haare mit meist langem Pony, Edelhosen, -hemden, -pullover, schwarze Slipper und weiße Socken – die Popper („Woran stirbt ein Popper? Er bricht sich das Genick – beim Versuch, seine Haartolle durch Zurückwerfen des Kopfes in Form zu bringen.“).

Kritiklose Hohlköpfe, Weicheier („Liegt ein Popper tot im Keller, war der Rocker wieder schneller!“) mit dem Männlichkeitsappeal von Schwuchteln – so in etwa gaben sie sich  und so wurden sie jedenfalls begriffen, ein absoluter Gegensatz zu einer rebellierenden Jugend, die den Protest gelegentlich zum Selbstzweck werden ließ und diesen auch bestmöglich äußerlich verkörperte.

So machten die Popper sozusagen als Antiprotest-Protestler  auf sich aufmerksam, waren damit das, was erzkonservative Kreise sich schon immer an Jugend gewünscht hatten. Einer von ihnen, Guido Westerwelle, gründete mit viel medialem Tam-Tam die Jungliberalen – eine mit den Judos konkurrierende Nachwuchsorganisation der F.D.P.

Anders als die Judos wollten die neuen Polit-Popper nicht die Welt verbessern – ihnen war nur daran gelegen, ihre eigenen Positionen möglichst leicht zu verbessern, und natürlich wussten sie, wie das geht: Man muss immer das fordern, was die Superreichen wollen, und wenn man nicht sowieso im Fokus allgemeinen Interesses steht, muss man, egal wie, dorthin gelangen. Unthematische Polit-Werbung („Guidos Spaßmobil“) anstatt fundierter Analysen und Konzepte, marktschreierisch verkündete hohle Phrasen („Steuersenkungen sind die beste Politik gegen Arbeitslosigkeit!“) und Verunglimpfung aller, die an soziales Ggewissen appellieren, als Kommunisten oder Sozialisten, wobei man damit gleich auch Gulag und Bautzen meint.

So wurde Westerwelle erfolgreich, so wurde die gesamte F.D.P. erfolgreich:  Hohlköpfe, zu wirklich nichts Gescheitem fähig, die nichts anderes boten als die devote Vertretung der Interessen des Großkapitals, machten Blitzkarrieren und nahmen hervorragend dotierte Staats- und Parteiämter ein, während die F.D.P. von den Schmierenmedien hofiert und von den Großkapitalisten geschmiert wurde.

Man hätte auf diesen Westerwelle wirklich glänzend verzichten können, ebenso auf die von ihm geprägte F.D.P.

Und mir kommt die Kotze hoch, wenn ich nun lese, dass Genscher diesem Westerwelle als einem „herzensguten“ Menschen nachtrauert, wenn es heißt, er sei ein großer Politiker gewesen, sein Tod sei ein schwerer Verlust für die deutsche Politik und so weiter: Mieses Showbiz und gewissenloses Schmierengeschäft haben Leute wie Westerwelle aus der Politik gemacht, das ist Verrat am Volke!

Wie tief müssen wir gesunken sein, wenn man uns diesen gewissenlosen Hohlkopf Westerwelle posthum als politisches Genie und als moralischen Jesus verkauft?

Best regards

 

Dipl.-Kfm. Winfried Sobottka

 

P.S: an U.A.: Wer hält meine Bilder und Beiträge von Googleseiten mit „AfD…“ fern? Staatsschutz? Hat man Angst davor, dass meine Seiten vielen Leuten auffallen könnten, die von den „etablierten Parteien“ nichts mhr halten? Oder hat die AfD Angst davor, dass ich ihr auf ihren „rechtsstaatlichen“ Zahn fühlen könnte – vor den Augen ihrer Wähler?

 

Advertisements

Ein Gedanke zu „Der Tod eines Poppers: Ekelhafte Nachrufe auf Guido Westerwelle / z.K. Hans-Dietrich Genscher

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s